SUPERDEMOKRATIE - Der Senat der Dinge

Drei Kulturinstitutionen werden im Oktober während der Ausstellung SUPERDEMOKRATIE mit dem belgischen Senat im Dialog stehen. BPS22 in Charleroi, BOZAR in Brüssel und M HKA in Antwerpen geben der aktuellen Problematik des Senats eine kulturelle Dimension

1.10.2017 - 31.10.2017

Michael Van den Abeele

°1974
Born in Brussel, BE

Michaël Van den Abeele (°1974, Brüssel, Belgien) macht Zeichnungen, Fotos, Installationen, Skulpturen und Videos. Zentrale Themen in seinem formell vielseitigen Werk sind der Raum, das Gebiet und die eingebildete Geografie. In dem vom Künstler geschaffenen Universum steht die menschliche Figur im Zentrum. Er ist fasziniert von der geografischen Konditionierung. Auf der Grundlage von scheinbar kleinen Eingriffen will er die Weise, wie der Mensch von seiner Umgebung bestimmt ist, aufweisen und hinterfragen. Er untersucht die Art, wie die Interaktion zwischen Mensch und Objekt verläuft und konfrontiert seine Zuschauer mit experimentellen Settings.

Seine Arbeit kann nicht unverzüglich erfasst werden. Seine Werke sind oft gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Rätselhaftigkeit. Er problematisiert die Stellung der Individuen in einer größeren Einheit. Er studiert die Kommunikation und die Mängel darin, den Austausch und die Verwandtschaft. Die besonderen Werke, die er in sehr unterschiedlichen Medien führt, gewinnen in subtilen Präsentationen an Kraft. In diesem Kontext funktionieren sie als Fragmente von Ideen, die sich gegenseitig verstärken und vertiefen, und die eine gegenseitige Beziehung eingehen. Michaël Van den Abeele schafft eine andere Welt, eine Welt, in der andere Naturgesetze herrschen und unsere Maßstäbe umgekrempelt werden. Mit einfachen, subtilen Eingriffen verändert er alles, untergräbt er die Funktion der Referenzpunkte. Er arbeitet beispielsweise mit dem Grundsatz der fotografischen Verdoppelung von Sonne oder Mond, oder er wiederholt eine bildhauerische Handlung so oft, bis ein neues abstraktes Bild im Visier erscheint. Er lässt beim Zuschauer ein Verlangen entstehen, um die gegebenen Beziehungen in Raum und Zeit zu erfassen, lässt sie aber stranden, da sie nicht in der Lage sind, dies vollkommen zu realisieren.